Eis-Phänomen
Stalagmit aus Eis
In einer Wasserschale, im Garten, wächst ein Stalagmit aus Eis
Solche seltenen Gebilde können nur entstehen, wenn ganz gewisse Faktoren, von Flüssigkeit, Temperatur und Zeit, zusammentreffen.
Bei sinkender Temperatur bildet sich eine dünne Eisschicht. Das Wasser darunter ist noch flüssig. Bei fortschreitender Abkühlung dehnt sich das Wasser, unter der Eisfläche, aus und übt von unten her, auf das Eis der Oberfläche, Druck aus.
An einer Stelle kommt es zu einem Riss oder Loch, aus dem etwas Wasser quillt und von außen her, sofort gefriert. Wegen der Ausdehnung des Wassers, unter dem Eis, drückt ständig neues Wasser aus der Entlastungsöffnung.
Es bildet sich eine Art ,,hohler Kanal''. Außen Eis, innen nachdrängendes Wasser, das nach dem Austreten an der Spitze sofort gefriert und den Kanal aus Eis verlängert. Das Wachstum zu einer solchen Länge erfordert, dass die Abkühlung relativ langsam verläuft. Ginge es zu schnell, würde das Wasserreservoir zu schnell fest und der Eisbildungsvorgang wäre gestoppt.
Nachts bei -10°, Stalagmit aus einer Bronze-Vase.
Nachts -6°, tagsüber -2°, Eis-Stalagmit in Regentonne.
Turbo Eis-Stalagmit nach Temperatursturz, Vogeltränke 2009, 2010, 2016 und im Januar 2017. Verschieden gestaltete Eis-Phänomene in Wasserschalen.
3. und 4. Stalagmit, 18. bis 23. Januar 2016 in einer Vogeltränke aus Speckstein. Stalagmit mit Lufteinschlüssen in flacher Schale.
1. Eis-Phänomen vom 14. bis 23.12.2009